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Dazu finden Sie beispielsweise einen interessanten Artikel über die im Januar 2016 veröffentlichten Berichte der BBC und BuzzFeed zur Spielmanipulation im Tennis.

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Der Einfluss von Spielmanipulation beim Tennis

In einigen Sportarten gibt es auch abseits von sportlichen Leistungen und neuen Rekorden negative Nachrichten zu vermelden, die ein eher unangenehmes Kapitel aufschlagen.

Neben Entdeckungen oder Beichten von Dopingsündern sind dies auch immer wieder Meldungen über die Manipulation von Ergebnissen und Matches. Das absichtliche Verlieren eines Spiels, zum Beispiel, ist ein hartes Vergehen, das Verbände bekämpfen möchten, um die Glaubwürdigkeit des Sports nicht zu verlieren.

Die eigentliche Manipulation ist manchmal nicht sofort ersichtlich. Schlechte Tage eines Athleten oder vermeintliche falsche Entscheidungen eines Schiedsrichters sind schließlich immer mal wieder zu beobachten – selbstverständlich ohne, dass eine manipulative Absicht dahintersteckt. Aus diesem Grund kann es schwierig sein, geplante Spielmanipulation festzustellen.

Und dennoch – seit auch im World Wide Web auf Ergebnisse und Spielausgänge verschiedenster Sportarten gewettet werden kann – gibt es manchmal stärkere Gründe, anzunehmen, dass hier und dort etwas nicht stimmt. Was sind die Anhaltspunkte dafür?

Ein aktuelles Beispiel aus dem Tennissport zeigt, welche Zusammenhänge zwischen bestimmten Matches und gleichzeitigem Wettverhalten bestehen, und wie daraus wichtige Schlüsse für eventuelle Manipulationen gezogen werden konnten.

Der Skandal, der jetzt aufgedeckt wurde, reicht weit zurück, denn in den letzten zehn Jahren sollen allein 16 Spieler aus den Top 50 – darunter sogar einige Gewinner von Grand-Slam Titeln – unter dem Verdacht stehen, in Manipulationen verwickelt gewesen zu sein. Grund zu dieser Annahme waren spezifische Aktivitäten im Sportwetten-Sektor und außergewöhnliche Spielverläufe.

Fast zeitgleich zum Start der Australian Open in Melbourne im Januar 2016 berichteten die BBC und BuzzFeed davon, dass 16 Top-Spieler manche ihrer Matches absichtlich gesteuert hätten. Und das nicht erst seit kurzer Zeit, sondern bereits seit zehn Jahren. Die Kritik, die sich an die Verantwortlichen richtet, zielt insbesondere darauf ab, dass die betroffenen Spieler nicht einmal bestraft oder gesperrt worden sind.

Der veröffentlichte Bericht stützt sich dabei auf authentische – jedoch geheime – Dokumente, die BuzzFeed und der BBC vorliegen. Namen von in den Skandal verwickelten Spielern sind in diesem Zusammenhang allerdings nicht genannt worden.

Nach der Veröffentlichung des Berichts von der BBC und BuzzFeed und deren Kritik an den Verbänden, nichts dagegen unternommen zu haben, meldeten sich daraufhin die Tennis Integrity Unit (TIU), sowie die International Tennis Federation (ITF) zu Wort. Die TIU werde die Hinweise untersuchen und den Vorwürfen nachgehen, hieß es dazu in einem Kommentar. Der Chef der Association of Tennis Professionals (ATP) hat bislang in der Hinsicht Stellung bezogen, als dass er die Kritik zurückgewiesen hat, dass in Manipulationen verstrickte Spieler nicht bestraft worden oder konkrete Hinweise nicht unter die Lupe genommen worden seien.

Die BBC, BuzzFeed und kazinos.org sind jedoch nicht die einzigen Redaktionen, die sich dem Thema Wettmanipulation im angenommen haben. Auch die New York Times hat über ein Spiel berichtet, bei dem außergewöhnliche Wettaktivitäten beobachtet werden konnten. Zahlreiche einfache Spielfehler ließen zudem den Verdacht aufkommen, dass die eigene Leistung nicht ausgereizt, sondern bewusst gemindert wurde. Auch wenn später mit gesundheitlichen Problemen argumentiert wurde, bleibt an jenem Spiel ebenfalls ein fader Beigeschmack hängen.

Der aktuelle Bericht über Spielmanipulationen ist also nicht der erste. Schon in früheren Jahren wurde immer wieder über Verdachtsfälle berichtet. Ab und zu schaffen Pressemeldungen über gesperrte Spieler – die allerdings oftmals die hinteren Plätze der Ranglisten belegen – den Weg in die Öffentlichkeit. Dass dies jedoch auch zu einer stärkeren Beobachtung von Top-Spielen führt, ist bisher nicht in größerem Umfang zu beobachten.

Um des Sports willen und dessen Glaubwürdigkeit kann nur zu hoffen bleiben, dass künftige Hinweise in diese Richtung strenger untersucht werden und entsprechende Maßnahmen auch für hochrangige Spieler, die sich schuldig gemacht haben, ergriffen werden. Die Konsequenzen in einem solchen Fall müssen eine klare Sprache sprechen: Eine Null-Toleranz Regel und die entschlossene Durchsetzung sind ein Weg, um der Spielmanipulation einen ersten Riegel vorzuschieben.

Denn echte Fans verlangen Authentizität und Integrität. Wenn dem Sport diese Charakteristika genommen werden, ist er nicht mehr das, was er mal war.

Die Schuld allein auf die Sportwetten-Anbieter zu schieben, die mittlerweile für alle nur möglichen Ereignisse während eines Spiels Wetten zulassen, ist keine Lösung des Problems. Der Reiz einer ernsthaften Wette liegt schließlich in ihrem unsicheren Ausgang und der daraus resultierenden Spannung. Für echte Wettfreunde kann ein Einsatz über abgesprochene Spielergebnisse daher nicht in Frage kommen.

Die aktuellen Geschehnisse im Tennissport sollten daher nicht dazu führen, dass Sportwetten nun ein schlechtes Image und ein zweifelhafter Ruf anhaften müssen. Schließlich sind es nicht die Plattformen selbst, welche die Spielmanipulation in die Wege leiten, sondern zusammengeschlossene Wettkartelle oder Gruppierungen, welche alle Möglichkeiten ausnutzen, die der Anbieter ihnen zur Verfügung stellt, um plötzliche Quotenabfälle oder –aufstiege herbeizuführen und den Markt durcheinanderzuwirbeln.